Lapplandabenteuer in Kemi

Im Februar 2015 verbrachte unser Kunde wundervolle Wintertage in Kemi, in denen er Lapplands Highlights genießen konnte. In nur 5 Reisetagen erlebte er eine Fahrt mit dem Eisbrecher, Touren mit dem Schneemobil und Hundeschlitten und verbrachte eine Nacht im beeindruckenden Eishotel. Hier erfahren Sie, wie es ihm gefallen hat!

1. Reisetag: Montag, 23.02.2015 Willkommen in Lappland
Nach dem Biieke-Brennen in Niebüll am Wochenende normal aufgestanden. Restpackarbeiten. Frühstück bei Dallmayr am Airport. Koffer von der Aufbewahrung geholt und zum Check In am Finnair Schalter gebracht.
Bis zum Abflug fange ich mit dem Tagebuch Schreiben per Hand an. Meinen PC habe ich zu Hause gelassen, da der Oldtimer für Kurzreisen dieser Art zu schwer ist. Flug pünktlich aufgerufen und mit dem Bus zum Flieger auf Außenposition gefahren. Nach kurzem Zwischenstopp in Helsinki, Weiterflug nach Kemi am Polarkreis. Landung Pünktlich, vom Veranstalter abgeholt und zum Hotel gefahren. “Check In“ in einem schönen Zimmer. Danach zum Dinner ins Restaurant. Alles voller Asiaten. Sie überschwemmen den Norden zur Winterzeit. Was treibt Asiaten aus wärmeren Gegenden in die Kälte? Es war ein Tisch mit extra Platz für mich reserviert. Menü sehr schmackhaft. Beim Pint Bier war ich mit 7 € dabei. Normal hier und man weiß es.

2. Reisetag: Dienstag, 24.02.2015 Fahrt mit dem Eisbrecher Sampo und warme Nacht im kalten Eishotel!
Sehr früh aufgestanden. Frühstück um 06:30 h. Guide Eskon holte mich um 07:00 h ab. Wir fuhren zum Büro zwecks Einkleidung mit Overall, Boots, Helm, übergroßen Handschuhen und Socken für die Schneemobil Tour zum Eisbrecher Sampo. Es war leider heute Morgen sehr neblig. Trotzdem ging die Tour aufs Eis des Finnischen Meerbusens los, nach einer kurzen Einweisung auf das Schneemobil durch Eskon. Erste Station war ein Rentier Camp. Eine Runde auf dem Schlitten durch den Wald gedreht hinter dem Rentier mit Namen Raikkönen. Wunderschön im verschneiten Wald. Danach zweites Frühstück mit Kaffee und Brot mit Rentierschinken. Sehr schmackhaft in einer wunderschönen Holzhaus Umgebung.

Weiter auf den Schneemobil mit 60 Km/h übers Eis in Richtung Eisbrecher Sampo. Dieses Eisfahren ist eine wahnsinnige Materialbelastung für die Scooter. Da es weiterhin sehr neblig mit nur 100 m Sicht ist, muss Eskon mit dem GPS unsern Treffpunkt mit der Sampo suchen. Nach einer Fahrt von einer Stunde sind Eskon und ich am Treffpunkt, nur die Sampo ist nicht zu sehen. Nach zirka 10 Min taucht der Eisbrecher dann aus dem Nebel auf und stoppt unweit von unserem Standort. An der Reling stehen die Asiaten und fotografieren die beiden Schneemobil-Fahrer auf dem Eis. Die Gangway wurde runtergelassen und wir Beide gehen an Bord. Begrüßung für mich durch die Reiseleitung. Bis auf Eskon und ich haben alle anderen an Bord den Eisbrecher im Hafen Kemi bestiegen. Weicheier!!!!

Position Eisbrecher Sampo: 65° 38“ 55‘
24° 29“ 41‘
Captain Petter Tähtinen


In einer Garderobe den dicken Overall, Stiefel und alles Wärmende ausgezogen. Kamera fertig gemacht für die Schiffserkundung, aber meine Brille ist nicht mehr da. Überall gesucht, wobei Eskon mir sagte er hätte mir meine Brille nach Ankunft am Treffpunkt auf dem Eis aus seinem Rucksack gegeben. Ok, Schwund ist bei jeder Sache. Bei einem kurzen Besuch auf der Brücke mit dem Captain Small Talk gehalten inklusive Fotos.

Inzwischen schob sich die Sampo durch das Eis. Das Eis ist dieses Jahr nicht so dick wie gewöhnlich. (50 cm jetzt, normal wäre etwa 1 Meter) Um 10:30 h beginnt die offizielle Führung mit Reiseleiterin Kati durch das Schiff. Interessant neben der Brücke auch die Maschine. Die Schraubenwelle dreht zum Zeitpunkt mit 100 RPM. Draußen zeigt sich die neue Generation der Eisbrecher im Bottnischem Meerbusen. Es ist die Kontio, die jetzt die Schifffahrt im Winter am Laufen hält.

Nach etwa zwei Stunden war die Sampo wieder am Ausgangspunkt. Unsere beiden Schneemobile stehen einsam auf dem Eis. Ab 11:15 h soll das Eisbaden beginnen. Einweisung durch das Personal und dann Anlegen der Überlebensanzüge in Orange Farben. Danach Eintauchen in das Eisloch. Es fühlt sich gut an. Man friert nicht und kann auch nicht untergehen. Nach 10 Min Ausstieg aus dem Wasser. Plötzlich sehe ich Eskon mit meiner Brille kommen. Er hat sie auf dem Weg zum Schneemobil auf dem Eis gefunden. Ich muss sie beim Abstreifen meiner Helm Schutzhaube vor dem Besteigen der Sampo verloren haben.
Vor der Rückfahrt von der Sampo zur Schneemobil Station noch das Buffet genossen. Die Rückfahrt dauerte etwa 1,5 h.

Meine warmen Sachen lasse ich im Büro des Travel Agent. Ich brauche sie morgen für die Husky Safari. Jetzt das vorgepackte Bord Case für die Übernachtung im Ice Hotel vom Warm Hotel geholt. Check In im Ice Hotel. Da das Ice Hotel keine Duschräume hat, die Dusche im nahegelegenen Hallenbad genutzt. Herrlich, denn die Schneemobil Tour war sehr schweißtreibend.

Jetzt wurde das Ice Hotel begutachtet und gute Fotos gemacht. Das Bauwerk ist schon beeindruckend. An jeder Wand ist ein Relief ins Eis gehauen. Eis Bar, Kapelle, Speisesaal und die Schlafräume sind wie in einem Warm Hotel vorhanden, nur dass man in allen diesen Räumen in dicker Kleidung verweilen muss. Mein Schlafraum war die Nummer 10. Das Bett mit dicker Fellauflage. Dazu später mehr.
Um 19 Uhr war Dinner im Ice Restaurant. Heiße Speisen in kalter Umgebung. Im ganzen Hotel liegt die Temperatur bei etwa -5° C. Ich hatte einen gedeckten Ice Tisch, extra reserviert für mich. Neben einem warmen Getränk bestand das Menü aus Rentier Suppe, Lachs in Alu Folie und als Nachtisch eine Süßspeise. Lange im Restaurant gesessen und die Atmosphäre richtig genossen, trotz der Kälte.

Um 21 Uhr war die Einweisung zum Verhalten während der Nacht. Da ich in früheren Jahren schon oft bei Kälte draußen geschlafen habe, war nicht viel Neues für mich dabei. In den Gesichtern der verbliebenen Asiaten spiegelte sich doch ein wenig Skepsis wieder. Einige verzichteten wohl doch auf die Nacht im Eis Zimmer. Sollte es nachts mal Probleme in den Ice Rooms geben, stehen Ausweichschlafplätze im Warmen zur Verfügung. Nach der Einweisung wurde meinerseits das Ice Schlafen organisiert. Eine große Tasche für die Sachen gefunden. In den Schlafraum gegangen und das Nachtzeug angezogen und das Tageszeug in einen Locker eingeschlossen. Auf den restlichen Sachen wurde geschlafen, damit sie immer warm sind, wenn man sie braucht. Gegen 05.30 h wach geworden und durch die Kälte zum WC, und wieder zurück in den warmen Schlafsack und bis 07:00 h zu Ende geschlafen.

3. Reisetag: Mittwoch, 25.02.2015 Mit den Huskys durch den Wald
Gegen 07:00 h aufgestanden, mit Tasche und den Tagessachen in die Schwimmhalle zur Morgentoilette gegangen. Good Feeling. Frühstück im Warmen und danach packen und warten auf die Abholung zur Husky Tour. Die verbliebenen Asiaten hatten wohl keine Ahnung, was eine Übernachtung im Ice Hotel bedeutet. Man sah es ihnen an im Frühstücksraum.

Pünktlich für den Husky Trip abgeholt worden. Rein in die warmen Sachen und ab zu den Huskys in die Wildnis. Die Station wurde von einer Einsiedlerin betrieben. Schlitten und Hunde waren vorbereitet und begrüßten uns mit lautem Gebell. Sie wollten los um unsere Gruppe von sechs Personen durch den Schnee zu ziehen. Pro Schlitten 2 Personen. Ich hatte eine Finnin als Ballast auf dem Schlitten. Kurze Einweisung für die Fahrt, wichtig natürlich die Fußbremse. Die Hundefrau vorweg und 3 weitere Schlitten hinterher. Es ging richtig in die Wildnis. Mein Schlitten war mit 6 Hunden bespannt. Die Jungs marschierten recht diszipliniert. An bergan Stellen habe ich die Hunde mit Nachschieben unterstützt, bergab musste ich sehr stark auf die Fußbremse treten. Gesteuert wurde per Gewichtsverlagerung, wie damals in Schweden bei meinem ersten Trip mit Hunden. 25 km durch die Wildnis mit einer Trinkpause. Man kommt ganz schön ins Schwitzen, denn die Schlittenführung kostet Kraft. Nach unserer Rückkehr auf die Station wurden die Hunde ausgespannt. Danach gab es in einer Kota noch heißen Beerensaft und Cookies. Kurz nach 12:00 h ging es zurück ins Hotel. Es war ein unvergessenes Erlebnis, genau wie vor Jahren in Kittilä bei meiner ersten Hundeschlitten Fahrt.

Nach der Husky Tour war der offizielle Teil der Reise abgehakt. Nach Duschen und relaxen im Hotel abends zum Dinner ins Hotel Restaurant. Zwei Pint Finnisches Olut und gutes Essen waren der Abschluss eines schönen Tages.

4. Reisetag: Donnerstag, 26.02.2015 Ausflug nach Rovaniemi
Heute war frei. Was tun? Mal kurz mit der Finnischen Staatsbahn zum Polarkreis nach Rovaniemi. 1 h 20 Min Fahrt. Rovaniemi im Winter bei starkem Tauwetter, nicht ein Hit aber ganz witzig. Auch hier waren viele Asiaten vertreten. Ich glaube, dass zurzeit hier im Norden mehr asiatische Touristen sind als finnische Bewohner.

Nach der Rückkehr nach Kemi beim Bäcker Kaffee und Kuchen gehabt und Ski WM im Hotel Fernsehen geschaut, da draußen Tauwetter mit Regen und spiegelglatten Wegen. Mit dem Streuen nehmen es die Finnen nicht so genau. Abends Dinner mit Olut im Restaurant. Danach Packen, da Abholung morgen früh um 5:30 h.

5. Reisetag: Freitag, 27.02.2015 Rückflug mit Aufenthalt in Helsinki
Es gab schon Frühstück um 05.00 h. Danach Abholung und Fahrt zum Feldflughafen Kemi. Die ATR 72-500 wurde erst um 06.10 h aus dem kleinem Hangar geholt, startklar gemacht und pünktlich um 06.35 h war „Take off“. Ruhiger Flug über die verschneite Landschaft nach Helsinki. Pünktlich 08.35 h Landung in Vantaa.

Bis zum Weiterflug nach Hamburg um 17.25 h war genug Zeit, um noch einen Besuch in der Stadt zu machen. Da am Airport keine Bagage Locker waren, Fahrt mit dem Airport Bus zum Bahnhof und dort den Handkoffer eingeschlossen.

Ich kenne Helsinki vom Marathon her und von mehreren anderen Besuchen. Somit war es einfach bei schönstem Wetter einen schönen Stadtbummel zu machen. Der Höhepunkt war, wie schon bei anderen Besuchen, die sehr schmackhafte Fischsuppe in der alten Fischhalle. Auch die beiden großen Kirchen standen noch auf dem Besuchsprogramm.

Gegen 15.00 h ging es zurück zum Flughafen und pünktlich um 17.25 h war Start zum Rückflug nach Hamburg. Die Kurzreise war rund herum gelungen.

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